| Wenn wir schonmal beim Thema osCommerce/xtCommerce sind, möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.
OSC ist freie Software unter der GPL, mit der viele Webentwickler gutes Geld verdienen. Das liegt in der Natur der Sache, denn die Kunden bezahlen natürlich gut für die Installation und Pflege eine solchen Anwendung. Leider ist offenbar einem Teil der OSC-Entwickler sauer aufgestoßen, dass sie daran nichts mitverdienen können.
So wurde OSC geforkt, und es wurde versucht, im Rahmen des Legalen (i.S.d. GPL) die Anwendung zu proprietarisieren. Natürlich steht xt:Commerce unter der GPL, auch wenn es die xtCommerce-Leute nicht gerne sehen. (Und es ist übrigens absolut legal, diese Anwendung zum Download anzubieten!)
Das Gebaren der xtCommerce-Leute ist m.E. einfach lächerlich, denn das, was sie anbieten ist keine freie Software. Wenn es ihnen nicht passt, dass OSC frei (auch im Sinne von kostenlos!) ist, dann sollen sie bitteschön eine eigene Anwendung entwickeln und in der Masse der 08/15-Shops untergehen.
Die Qualität Freier Software lebt von einem Austausch von Wissen: Also Code, Tests, Bugreports, Weiterentwicklungen, Ideen, Erfahrungen etc., die in einer offenen Community ausgetauscht werden. Wenn ein Softwareprojekt sich dermaßen abschottet, dann kann es nicht mehr als Freie Software betrachtet werden. Das wird man spätestens merken, wenn Sicherheitslücken bekannt werden.
Das kann den Entwicklern von xtCommerce natürlich herzlich egal sein. Und auch so mancher Entwickler wird sich sagen: Die 100 Euro sind den qualitativen Unterschied wert, und das bekommt eh der Kunde draufgeschlagen.
Ich bin aber der Meinung, dass genau das dem Geist Freier Software widerspricht. Es ist reichlich egal, unter welcher Lizenz der Code steht. Es geht auch nicht ums Geld. Sondern das Problem an xtCommerce ist das geschlossene Entwicklungsmodell und die daraus resultierenden Probleme für die Anwender. |